Das Gesetz des Bodens
Bevor Ernährungswissenschaftler begannen, über Makronährstoffverhältnisse zu diskutieren, hatte das russische Klima bereits entschieden. Das nenne ich geografischen Determinismus: das unversöhnliche Gesetz des Bodens und des Himmels. In Russland ist es sehr lange kalt, sehr kalt. Diese physische Realität bestimmt alles. In der Tundra bauen wir weder Reis, Mais noch Zuckerrohr an. Wir kultivieren wenig und wir kultivieren, was sich widersetzt. Deshalb essen wir, was wir züchten oder jagen können. Die Geographie bestimmte unsere Ernährung, lange bevor die Mode ins Spiel kam.
Dieser Zwang war keine Strafe, sondern eine Anweisung. Es zwang uns, uns auf die dichtesten und stabilsten Energiequellen zu konzentrieren: tierische Fette und Proteine. Unsere traditionelle Küche ist ein genaues Abbild unserer Umwelt. Sie ist roh, direkt und ohne Schnörkel. Mit 46 Jahren wird mir klar, dass diese geografische Beschränkung tatsächlich ein Segen für den Stoffwechsel war. Es hat uns jahrhundertelang vor den Auswüchsen des künstlichen Überflusses geschützt.
Die Küche der Stärke
Das unvermeidliche Ergebnis dieses Klimas ist eine Zwangsküche. Fetthaltiges Fleisch, kalter Flussfisch, fermentierte Milchprodukte, dichte tierische Fette. Es handelt sich um eine Ernährung, die zwangsläufig von Natur aus kohlenhydratarm ist. Historisch gesehen war Getreide selten und wertvoll und wurde oft dem Überleben oder bestimmten Zwecken vorbehalten. Reiner Zucker war nicht vorhanden. Wir aßen, was uns erlaubte, dem Nordwind gegenüber aufrecht zu bleiben. Es war eine Aktionsdiät, keine Spekulation.
Diese Küche war keine „gesunde“ Wahl im modernen Sinne, sondern die einzige Möglichkeit, dem Erfrieren zu entgehen. Aber es hatte einen großen Nebeneffekt: Es hielt unseren Stoffwechsel in einem Zustand bemerkenswerter Wachsamkeit und Leistungsfähigkeit. Wir hatten keine zuckerbedingten Zivilisationskrankheiten, weil wir keinen Zucker hatten. Unsere Stärke beruhte auf unserer erzwungenen Ausrichtung auf die Naturgesetze. Diese Stärke versuche ich heute wiederzuentdecken, indem ich die moderne Verschmutzung von meinem Tisch verbanne.
Genetische Anpassung
Eine Bevölkerung, die sich tausend Jahre lang so ernährt, bleibt nicht unverändert. Sie passt sich an. Dies ist der kumulative Effekt der natürlichen Selektion. Unsere Gene tragen die Erinnerung an diese dichte und fetthaltige Ernährung. Unser Enzymsystem, unsere hormonelle Reaktion und unser Energiemanagement sind auf diese Art von Kraftstoff abgestimmt. Wir sind genetisch gesehen Fatburner. Wenn wir versuchen, uns wie die Menschen in den Tropen zu ernähren, gefüllt mit süßen Früchten und Körnern, erzeugen wir heftige innere Konflikte. Wir verraten unsere eigene Biologie.
Dieses Verständnis verändert alles. Low-Carb-Essen ist für mich kein exotisches Erlebnis oder eine kalifornische Modeerscheinung. Es ist eine Rückkehr nach Hause. Es ist die Übereinstimmung meiner aktuellen Entscheidungen mit meinem tiefen genetischen Erbe. Deshalb sind die Ergebnisse so schnell und so spektakulär. Mein Körper erkennt diesen Kraftstoff. Er weiß, was er damit machen soll. Er kämpft nicht mehr, er arbeitet mit. Gesundheit wird dann zu einem natürlichen Zustand und nicht mehr zu einem permanenten Kampf gegen die eigenen Instinkte.
Die Verkörperung des Erbes
Wenn ich heute die Prinzipien von Low-Carb anwende, mache ich keine Revolution, sondern führe eine Tradition fort. Es ist eine natürliche Fortsetzung, eine moderne Inkarnation dessen, was schon immer war. Ich versuche nicht, eine neue Art zu essen zu erfinden, ich versuche, die Richtigkeit der alten Art zu finden. Durch den Verzicht auf Zucker und Mehl reinige ich nur den Spiegel, damit sich meine Herkunft darin wieder deutlich widerspiegeln kann. Es ist ein Akt des Respekts gegenüber meinen Vorfahren und gegenüber meiner eigenen Natur.
Mit 46 fühle ich mich im perfekten Einklang mit meinem Klima und meiner Geschichte. Ich koche einfach, präzise und äußerst effizient. Sie ist die Frucht einer langen Reihe von Überlebenden, die wussten, dass Kraft aus Erde und Fett kommt. Ich verliere mich nicht länger in der Verwirrung widersprüchlicher Ernährungsempfehlungen. Ich habe meinen Kompass: Er zeigt nach Norden. Klarheit ist im Einklang. Meine Gesundheit ist der Beweis dafür, dass die Geographie immer stimmt.
Die Klimawahrheit
Das russische Klima hat eine starke Küche hervorgebracht, die auch heute noch das wirksamste Modell für unsere Stoffwechselgesundheit ist.
Ich lade Sie ein, über Ihr eigenes geografisches Erbe nachzudenken. Woher kommst du ? Was haben Ihre Vorfahren gegessen, um zu überleben? Suchen Sie die Wahrheit nicht in den neuesten Trends, sondern in Ihrer eigenen biologischen Geschichte. Richten Sie Ihren Teller nach Ihren Genen aus und beobachten Sie die Transformation. Bei der Gesundheit geht es um Wurzeln. ¡Priyatnogo Appetit und viva ein grünes Klima!